Leseprobe

aus dem 1. Kapitel

Die Blaubeerelfe Heidella

Da gibt es diese freundliche, etwas molligere kleine Elfe Heidella. Sie hat sich im Moos ein wunderschönes kleines Elfenheim gebaut. Ganz in der Nähe, unter einer knorrigen Baumwurzel versteckt, lebt ein kleiner Fuchs in seinem Fuchsbau. Mit ihm zieht sie oft durch den Wald, wenn sie die Blaubeersträucher besucht, die auf den Lichtungen an den Berghängen zahlreich wachsen. Heidella nimmt dann immer ein paar dieser Beeren mit und sorgt dafür, dass alle Lebewesen mit den herrlichen, tiefblauen Früchten versorgt werden. Die Kraft der kleinen Wunderbeeren ist so groß, dass sie bei allen großen und kleinen Wehwehchen sofort Linderung bringen. Eine Blaubeere ist ein wahres Gesundheits-Kraft-Paket.  
  Aber es sind oft mächtige Kräfte am Werk und verunsichern die Menschen. Viele Zweifler scheuen sich, die dunklen Beeren anzu-fassen, ja sie fürchten sogar, vergiftet zu werden. Dabei lassen sich viele Wirkstoffe wissenschaftlich nachweisen – zwar noch nicht alle, da ist der Wissenschaft noch einiges verborgen geblieben.
  Aber Heidella weiß, welchen gesundheitlichen Schatz eine Blaubeere birgt. Sie weiß, dass diese Wunderbeeren die Selbstheilungskräfte anregen. Ganz abgesehen davon, trägt jede einzelne Blaubeere ein kleines Krönchen – ist also eine wahrhaft königliche Frucht.
  Aber die Menschen brauchen viel zu oft Erklärungen. Hier aber ist Vertrauen und Glaube angesagt. Wunderwerke lassen sich oft gar nicht in Worte fassen.

Besonders gerne ist Heidella aber in der Nacht unterwegs. Da fliegt sie dann durch die Wälder, über Moospolster und Wiesen die Berghänge hinauf und besucht ihre Blaubeersträucher. Nachts ist der Flug ruhiger. Nur hin und wieder trifft sie die Eulen, die ihr dann immer zurufen, sie möge sich doch wunderbar vergnügen. Ja, die Eulen bemühen sich immer, etwas vornehm zu sprechen.
  Oh, Heidella liebt das Leben und fröhlich singt sie vor sich hin: „lalilala – ich bin die kleine Elfe Heidellala.“ Die Jauchzer zwischendurch sind der Thermik geschuldet, da Elfenwesen ja nur ein sehr geringes Gewicht auf die Waage bringen.
  
  Immer gegen Ende des Sommers, wenn diese runden, prallen Bällchen voller köstlichstem Saft reif sind, gibt es dann in Heidellas Küche Schwarzbeernocken, auch Heidelbeerdatschi genannt: kleine gebackene Pfannküchlein, die auch die scheuesten Gnome aus ihren verborgenen Behausungen hervorlocken. 
  Oh, was ist das immer wieder für ein Fest. Heidella öffnet dann ihr kleines Elfenheim und teilt mit all ihren Wald- und  Wiesenfreunden ihre mit Liebe gebackenen Köstlichkeiten.

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